Inhalt » Archiv » Ausgabe 07+08/2010 » Einbindung des Defibrillators in die Breitenausbildung

Einbindung des Defibrillators in die Breitenausbildung

Die Maßnahmen der Wahl bei einem eingetretenen Kreislaufstillstand sind die Beatmung und die Herzdruckmassage. In 75% bis 90 % der Fälle ist der Kreislaufstillstand die Folge eines Kammerflimmerns. Dabei handelt es sich um sehr schnelle elektrische Impulse, die das Herz nicht mehr effektiv schlagen lassen. Die herkömmliche Wiederbelebung etabliert oftmals nur einen Notkreislauf bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes. Die eigentliche Ursache wird nur in den wenigsten Fällen erreicht. Ein Hilfsmittel zur Wiederbelebung stellen automatisierte externe Defibrillatoren (AED) dar. Sie nehmen mittels am Brustkorb aufgeklebter Elektroden vorhandene elektrische Impulse des Herzens auf und analysieren sie. Bei Bedarf wird eine definierte Energiemenge bereitgestellt, die der Ersthelfer per Knopfdruck auf den AED an das Herz abgibt. In verschiedenen wissenschaftlichen Untersuchungen wurde die Steigerung des Wiederbelebungserfolges durch die Defibrillation durch Laienhelfer nachgewiesen. Die Notwendigkeit der Frühdefibrillation wurde zudem mit der „Empfehlung der Bundesärztekammer zur Defibrillation mit automatisierten externen Defibrillation durch Laien“ sowie durch den Ausschuss „Notfall-/ Katastrophenmedizin und Sanitätswesen“ der Bundesärztekammer bestätigt.

Seiten 348 - 349

Zitierfähig mit Smartlink: http://www.SISdigital.de/SIS.07.2010.348

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